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     Newsletter # 04 / 2020
Hallo zusammen, 


als Angela Merkel vor fünf Jahren ihr "Wir schaffen das!" sprach, waren wir bei der Flüchtlingshilfe Bonn längst an der Arbeit: Das Mentor*innenprogramm hatten wir im Mai 2015 in seiner heutigen Form neu aufgesetzt. Alleine im August 2015 meldeten sich 100 Freiwillige, die Mentor*innen werden wollten, im Oktober mussten wir die Warteliste schließen. Wer damals schon dabei war, erinnert sich vielleicht noch an die Informationsveranstaltung, bei der beide Seminarräume voll waren und die Menschen auch das Treppenhaus füllten. Limitierender Faktor war damals noch die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns fand. Das sollte sich schnell ändern, und bis heute wurden über 450 Mentorenschaften vermittelt.
Auch für die Freizeitaktivitäten, die Weihnachten 2014 mit Ferienprogrammen gestartet waren, hatte sich im Herbst 2015 das Team gefunden, welches die Arbeit dauerhaft fortführen und -entwickeln sollte.

Aber der Stichtag für viele Publikationen zum Rückblick war eben jetzt, und gerne gebe ich Ihnen einige dieser Texte weiter.

Was seither leider auch "geschafft" wurde, sind menschenunwürdige Verhältnisse an Europas Grenzen und Verschärfungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht, welche die Integration behindern. Eine unserer Mentorinnen begleitet eine Geflüchtete in der ZUE St. Augustin und hat dort den Corona-Ausbruch hautnah mitbekommen. Ihr Bericht zeigt auf, warum diese Massenunterkünfte auch ohne Virus eine ganz schlechte Idee sind.

Womit wir in der Gegenwart angekommen sind. Die Corona-bedingten Einschränkungen haben leider bewirkt, dass die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge Rückschritte macht. Dazu ein Bericht des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur.

Unsere eigene Arbeit läuft weiter, "auf Distanz", im Freien oder mit wenigen Menschen in großen Räumen. Auch die ersten Freizeitaktivitäten konnten wieder stattfinden.
Die Mitgliederversammlung der Flüchtlingshilfe Bonn e.V. war dieses Jahr ein Zoom-Meeting. Den Bericht des Vorstandes über die Aktivitäten des vergangenen Jahres sowie die aktuellen Finanz- und Strukturdaten finden Sie hier.
Schwerpunktthemen für das kommende Jahr sind Begegnung, Teilhabe und - jetzt erst recht - die Arbeitsmarktintegration. 

Ideen haben wir genug, schwierig wird es mit der Finanzierung. Denn für beide hauptamtliche Stellen laufen in Kürze die Förderprojekte aus. Die ersten neuen Anträge sind bereits geschrieben, es fehlen aber die freien Mittel für den erforderlichen Eigenanteil. Die Spenden aus 2015 / 16 sind verbraucht, und wir sehen in unserer Kasse, dass die Integration von Flüchtlingen nur noch ein Thema von vielen ist.
Anders gesagt: Wir brauchen dringend Spenden, um weitermachen zu können!
Mehr Informationen dazu gibt es hier, und hier  veröffentlichen wir Ideen für Aktionen.

Zum Schluss noch eine aktuelle Anfrage zu kurzzeitigem Engagement:
Wir suchen eine Elektrofachkraft zur Prüfung der elektronischen Betriebsmittel in unserem Projektbüro. Wichtig ist, dass die Person befugt ist, das Prüfprotokoll zu erstellen und unterschreiben, das wir im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz brauchen.
Wenn Sie jemanden kennen oder selber Elektrofachkraft sind, stellen Sie bitte den Kontakt her.

Und nun wünsche ich Ihnen gute Lektüre!

Viele Grüße
Sabine Kaldorf
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"Wir schaffen das" - Ein Tandem blickt zurück

„Wir schaffen das!“, sagte Angela Merkel im Sommer 2015.
In den fünf Jahren bis heute hat sich gezeigt, dass nicht klar ist, wer „wir“ sind und was „das“ ist. Bundesländer, Kommunen, Helfer*innen und Geflüchtete? Bürokratie, Sprachkurse, Arbeits- und Wohnungssuche?

Am 23. August 2020 widmete der Berliner Tagesspiegel diesem Thema eine Seite der Zeitung. Neben Stimmen aus der Politik und statistischen Auswertungen kam auch ein Flüchtlingshilfe Bonn-Tandem zu Wort: Nidal Rashow und Wedig von Heyden.

Zu den Interviews geht es hier.

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Fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht 

»Menschen sind gekommen und das war gut so!«
ziehen 27 zivilgesellschaftliche Organisationen fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht Bilanz. Die Flüchtlingsaufnahme wurde dank des Einsatzes von Haupt- und Ehrenamtlichen und des Engagements der Geflüchteten selbst zu einer Erfolgsgeschichte.


#offengeht ist eine Erklärung für eine offene Gesellschaft.

Zur vollständigen Erklärung geht es hier.

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Wie geht es den Flüchtlingen heute?

Wie steht es um die Integration derer, die 2015 gekommen sind?
Zu folgenden Fragen hat der MEDIENDIENST Daten zusammengestellt und Expert*innen befragt:

1. Wie viele Menschen haben Schutz in Deutschland gesucht?
2. Wie wohnen sie?
3. Wie viele haben eine Arbeit?
4. Wie viele gehen zur Schule oder studieren?
5. Wie viele haben Integrationskurse besucht?
6. Wie blicken sie auf ihr Leben in Deutschland?

Die Antworten finden Sie hier.

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"Wir schaffen das"

"Wir schaffen das" – diese Worte der Bundeskanzlerin Angela Merkel stehen sinnbildlich für den Sommer 2015 und das, was im Zusammenhang mit der sogenannten Flüchtlingskrise in den Monaten darauf folgte.
"Geschafft" wurde in den vergangenen fünf Jahren eine ganze Menge, und doch ist längst noch nicht alles "geschafft". 

Die Bundeszentrale für politische Bildung widmet dem Thema eine Ausgabe ihrer Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" - kostenlos und sehr lesenswert!

Sie können das Heft hier bestellen.

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Integration geht anders!

Maria Grill ist schon lange Mentorin bei der Flüchtlingshilfe Bonn. Seit einiger Zeit begleitet sie auch eine Frau, die in der ZUE St. Augustin untergebracht ist.
Ihre Erfahrungen mit der NRW-Variante der ANKER-Zentren bringt sie auf den Punkt:
"Das System ZUE ist nicht verbesserungsfähig, es erzeugt Probleme und behindert massiv eine gelingende Integration. Notwendig ist die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge".

Zum vollständigen Erfahrungsbericht geht es hier.

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Die Folgen der Virusbekämpfung erschweren das Ankommen von Geflüchteten

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus wurden einschneidende Maßnahmen in vielen Lebensbereichen ergriffen. Deren Folgen treffen manche Gruppen besonders hart, darunter auch die der Geflüchteten. Der wirtschaftliche Einbruch und die stark eingeschränkten sozialen Kontaktmöglichkeiten machen es ihnen noch schwerer, in Deutschland Fuß zu fassen.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat sich intensiver mit diesem Thema befasst, zum Bericht geht es hier.

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