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     Newsletter # 01 / 2021
Hallo zusammen, 


ein gutes Neues Jahr wünsche ich Ihnen, dazu Gelassenheit in den nächsten Monaten, die noch schwierig werden.

Ein gutes Neues Jahr wünsche ich auch für alle Geflüchteten, die noch keinen sicheren Platz gefunden haben, die unterwegs sind oder in Situationen "angekommen", die niemals ein Zuhause werden können.

Ein gutes Neues Jahr wünsche ich auch für unsere Arbeit, wo wir so vieles vor haben: 
Wir wollen das bewährte Mentor*innenprogramm fortführen, das UNbekannte UNbehagen endlich realisieren und zur Premiere führen, Dialogprojekte wie die „Tafel der Demokratie“ entwickeln bzw. wiederholen. Im Bereich Arbeitsmarktintegration sollen neue Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung hinzukommen. Mit diesen wollen wir vorrangig die vorhandenen Kompetenzen ansprechen und aktivieren, statt immer nur an den Defiziten zu arbeiten. 
Wir haben in den letzten Monaten viele Förderanträge geschrieben. Jetzt hoffen wir, dass sie im erforderlichen Umfang bewilligt werden und wir die Stellen unserer drei Hauptamtlichen Nadja, Jana und Ole verlängern können.  

Trotz Corona war in den letzten Monaten noch einiges möglich: Mentor*innenprogramm ist trotz aller Einschränkungen im Jahr 2020 wieder gewachsen, auch die Offene Bewerber*innensprechstunde war auf Distanz sehr aktiv. Eine Gruppe von Geflüchteten lud zur Tafel der Demokratie ein, und mit einer WIRtuellen Weihnachtsfeier haben wir uns in die Weihnachtsferien verabschiedet.

Also alles in bester Ordnung?
Leider nicht!

Wie schwierig es für Geflüchtete selbst im offenen Bonn ist, ihren Platz zu finden, zeigt der beeindruckende Text der afghanischen Ärztin Farghana.

Aus "Kein Weihnachten in Moria!" wurde dann doch ein Weihnachten in Moria 2. Mir fällt dazu nichts mehr ein, daher lasse ich Heribert Prantl zu Wort kommen.

In den letzten Wochen rückte die Situation in Bosnien-Herzegowina wieder in den Mittelpunkt der Berichterstattung, die jedes Jahr im Winter zur Katastrophe wird. Ich habe dazu Informationen zusammengesucht, die nicht übermorgen schon wieder überholt sind.

Um diesen ganzen Irrsinn zu verstehen, lohnt sich die virtuelle Buchvorstellung mit Gerald Knaus. Danach hatte ich zumindest begriffen, warum alle Appelle an das christliche Gewissen der C-Politiker weitgehend wirkungslos verhallen.

Zum Abschluss habe ich ein Mutmachlied aus dem Internet gefischt, das die Emotionen dieses Winters ebenso einfängt wie die Hoffnung auf ein besseres Morgen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Zuversicht!

Viele Grüße
Sabine Kaldorf
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Wo ist mein Platz? 

Vor zwei Jahren ist die Ärztin Farghana aus Afghanistan nach Bonn gekommen. Wir kennen sie unter anderem von der Tafel der Demokratie. Im November schickte Farghana uns eine Reflexion, die wir gerne in unseren Blog übernommen haben.

Sie können den bewegenden Text hier  lesen.

Seit Dezember 2020 schiebt Deutschland wieder Geflüchtete nach Afghanistan ab. 

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Aktuelles zur Situation im Lager Lipa

Da die Lage sich täglich verändert, hier zwei Stellen, an denen laufend aktualisiert wird:

Die deutssprachige Version von Wikipedia hat einen ziemlich umfangreichen Artikel zum Lager Lipa, der viele Quellen enthält und heftig genug diskutiert wird, dass er mir verlässlich erscheint.
 
Für die International Organization for Migration (IOM) ist Peter Van der Auweraert vor Ort, der auf seiner Twitter-Präsenz die neuesten Entwicklungen postet.

Stellvertretend für die Helfer vor Ort, die gerade anderes zu tun haben, als Internetseiten zu aktualisieren, hier der Link auf die deutschsprachige Seite von SOS Bihac.

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Weihnachten in Moria

"Kein Weihnachten in Moria! - Aufnahme geflüchteter Menschen von den griechischen Inseln JETZT!"
Unter dieser Forderung vereinten sich 2020 viele Organisationen zu einer Kampagne, die auch von der Flüchtlingshilfe Bonn unterstützt wird. Siehe dazu das Statement von Gisela Rubbert, der ersten Sprecherin der Bonner save me - Kampagne.

Wie wir alle in den letzten Wochen gesehen, gelesen und gehört haben, steckten die Flüchtlinge über Weihnachten dann doch in Moria 2 im Schlamm.

Weil die EU es genau so will. 
Auch unsere Regierung könnte handeln und will nicht.

"Lockdown der Menschlichkeit in Europa" überschreibt Heribert Prantl seinen Kommentar dazu, den Sie hier lesen können.

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Welche Grenzen brauchen wir? 

Der Migrationsexperte und Politikberater Gerald Knaus war maßgeblich an der Ausgestaltung des EU-Türkei-Deals beteiligt.

Auch wenn wir mit ihm sicher nicht in allen Punkten überein-stimmen: Die virtuelle Buchvorstellung bei der Heinrich Böll - Stiftung am 18. Dezember lohnte sich zu sehen. Dies schon deshalb, weil dann klar wird, warum alle Appelle an die Humanität der Regierenden derzeit erfolglos sind.

In seinem neuen Buch "Welche Grenzen brauchen wir?" plädiert Knaus für eine humane und gleichzeitig realistische Flüchtlings- und Asylpolitik. Dabei verbindet er zeitgeschichtliche Streiflichter zur neueren Geschichte des Asyls mit konkreten Ideen, wie sich der Gedanke der Genfer Flüchtlingskonvention weitertragen und Europas Außengrenze sichern ließe, ohne den Kontinent weiter und weiter in eine Festung zu verwandeln. 

„Die Grundlage der moralischen Neugründung Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg war die Ausrichtung staatlicher Politik an der Menschenwürde jedes Einzelnen“ schreibt er. Um diese Grundlage zu sichern, seien Lösungen nötig, „die Mehrheiten überzeugen“.

Als Komponenten dieser Lösungen sieht er schnelle Asylverfahren, Rückführungsabkommen mit den Herkunftsländern und Resettlement.

Zum Videomitschnitt geht es hier.

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Brings - Mir singe Alaaf 

Die Kölner Band hat im Jahr 2020 zum 11.11. alle Emotionen dieses Winters eingesammelt: Die Trauer, nicht zusammen sein zu können, Bilder der leeren Plätze, wo sonst die Menschen zusammen feiern – sie besingen aber auch das Licht für die Menschen und für die Stadt in diesen schweren Zeiten, und sie besingen die Hoffnung und die Zuversicht, dass es ein besseres Morgen gibt.

Zum Youtube-Video geht es hier.

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