Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
190 pixel image width

     Newsletter # 02 / 2021
Hallo zusammen, 


auch in den letzten Monaten war unsere Arbeit von der Pandämie geprägt, aber sie ging weiter: Mentor*innenprogramm, Bewerber*innensprechstunde und Konversationskurs laufen überwiegend online. Inzwischen gibt es auch wieder Freizeitaktivitäten: Einmal im Monat findet das save me - Café als Online-Event statt. Schauen Sie gerne in den Kalender und machen Sie mit!

Im April haben wir unseren "Kaminabend" als Online-Veranstaltung neu aufgestellt: Mit Gästen aus Politik und Verwaltung, Moderation, Presse und als öffentliche Veranstaltung. Unter dem Titel "Max und Mustafa, Nina und Nour – fremde Nachbarn in Bonn" wollten wir schwerpunktmäßig über Ängste und Begegnung reden. Auch Wohnraummangel, Coronasituation und unsere angespannte Finanzlage nahmen viel Raum ein. Einen Bericht von der gelungenen Veranstaltung können Sie hier nachlesen, Fortsetzungen werden folgen.

Die politische Lobbyarbeit bewegt sich ebenfalls überwiegend im Internet. Mitgezeichnet haben wir den immer noch aktuellen Appell für ein sofortiges Abschiebungsmoratorium und den Appell: „Impfangebot für Flüchtlinge in Landesunterkünften jetzt!“ 
Zu unseren Überlegungen und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Resettlement können Sie unten mehr lesen. 

Viel Energie hat uns die Finanzierung unserer hauptamtlichen Stellen gekostet. Das erste Projekt der Aktion Mensch ist beendet, das zweite noch einmal um zwei Jahre verlängert. Mit zusätzlicher Unterstützung der Stadt Bonn und Spenden kann eine Stelle gesichert werden. Für die zweite Stelle eine neue Förderung zu finden, gestaltet sich bisher sehr schwierig. Vorerst haben wir Kurzarbeit beantragt, um Zeit zu gewinnen und beide Mitarbeiterinnen halten zu können.
Integration ist kein befristetes Projekt - diese Realität ist bei den meisten Geldgebern leider noch nicht angekommen. Aber noch hoffen wir auf einen guten Ausgang.

Im Folgenden habe ich Informationen zusammengetragen, die Sie hoffentlich noch nicht alle kennen:
Die Ausstellung "Grenzerfahrungen" stellt die Abschottungspolitik der EU in einen größeren Zusammenhang. Für die Freunde wissenschaftlicher Arbeit gibt es eine neue Zeitung. Wie man gängigen Argumentationsmustern der Rechtspolulisten am besten begegnet, ist in einem sehr knappen Podcast dargestellt. Zum Schluss noch ein Fundstück gegen die schlechte Laune. 

Gutes Lesen und Hören!

Viele Grüße
Sabine Kaldorf
190 pixel image width

Was tut sich in Sachen Resettlement? 

Resettlement, also die dauerhafte Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge dierekt aus dem Erstzufluchtland, ist seit über 10 Jahren eines unserer politischen Kernanliegen. 

Um unsere Forderungen zu aktualisieren, trafen wir uns virtuell mit Rebekka Einhoff vom UNHCR und nahmen an der jährlichen Resettlement-Fachtagung teil.

Das Ergebnis war ernüchternd:
Es passiert generell zu wenig, und Corona-bedingt ist auch das Wenige letztes Jahr ausgebremst worden.

Einschließlich aller Sonderprogramme stellt Deutschland derzeit 6.315 Aufnahmeplätze bereit - während das jährliche Kontingent von 200.000 Flüchtlingen nicht ansatzweise ausgeschöpft ist.

Eine detaillierte Aufstellung aller humanitären Aufnahmen seit 2016 finden Sie hier.

Nötig wären vor allem mehr Aufnahmeplätze in Deutschland, der EU und weltweit. Da hierfür nicht zuletzt auch beim UNHCR mehr Personal aufgebaut werden müsste, strebt der UNHCR ein järhliches Wachstum von 10.000 Personen an - weltweit.

Die Wünsche des UNHCR zu erfüllen, das eigene Programm aufzustocken und Verbündete in der EU für entsprechende Programme zu gewinnen, wäre bei diesen bescheidenen Zahlen locker machbar - wenn die Handelnden in Berlin nur wollten. 

<zurück zum Anfang>
190 pixel image width

Vier Ansätze für besseren
Flüchtlingsschutz

In seinem Eckpunktepapier zur Bundestagswahl 2021 stellt der UNHCR vier Forderungen:
  • Mit Nachdruck für die Prinzipien des Flüchtlingsschutzes eintreten 
  • Deutschlands positive internationale Rolle im Flüchtlingsschutz vorantreiben
  • Europäische Asylpolitik und -praxis besser an der Genfer Flüchtlingskonvention ausrichten
  • Aktive Aufnahme von Flüchtlingen weiter ausbauen
Die Forderungen sind diplomatisch formuliert, das Eckpunktepapier ist trotzdem lesenswert. Sie finden es hier.

<zurück zum Anfang>

190 pixel image width

Ausstellung "Grenzerfahrungen"

Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet

Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten arbeiten seit Jahren darauf hin, den Zugang zum Recht auf Asyl insbesondere an den EU-Außengrenzen faktisch abzuschaffen. Dieses bittere Fazit muss genau in dem Jahr gezogen werden, in dem die Genfer Flüchtlingskonvention 70 wird.

Die Ausstellung „Grenzerfahrungen“ gibt ein Bild davon, wie weit sich die EU bei der Flüchtlingsabwehr mittlerweile von ihren eigenen menschenrechtlichen Grundsätzen entfernt hat. 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von PRO ASYL,
pax christi und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK).

Die Ausstellung kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Mehr Informationen finden Sie hier.

<zurück zum Anfang>
190 pixel image width

Stand, Herausforderungen und Perspektiven der Migrationsforschung 

Zeitschrift für Migrationsforschung - Bd. 1 Nr. 1 (2021)

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück gibt eine neue Zeitschrift für Migrationsforschung heraus. Darin sollen Aufsätze einerseits und Diskussionsbeiträge andererseits erscheinen.

Geplant sind zwei Ausgaben pro Jahr, die als Open Access ‐ Journal frei zugänglich sind.

Zum ersten Band geht es hier. Inzwischen ist auch der zweite Band "Migrationsforschung und Politik" am selben Ort veröffenticht.

<zurück zum Anfang>
190 pixel image width

Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren 

Ob in der Familie, im Sportverein oder am Arbeitsplatz: Immer wieder begegnen uns Andersdenkende, deren Ansichten wir nicht unkommentiert stehen lassen möchten. Gerade Rechtspopulisten benutzen immer wieder die selben Argumentationsmuster.

Wie wir einige davon erkennen und wie wir am besten darauf reagieren, erläutert dieser Beitrag auf Flux FM.

Zum Kurzlehrgang geht es hier.

<zurück zum Anfang>
190 pixel image width

Claudio Capéo - Un homme debout 

Man braucht kein Französisch zu können, um die Aussage dieses Clips zu verstehen. Mehr verrate ich nicht, selber ansehen!

Zum Youtube-Video geht es hier.

<zurück zum Anfang>
190 pixel image width

Termine

<zurück zum Anfang>

190 pixel image width

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Flüchtlingshilfe Bonn e.V.
Quantiusstr. 8
53115 Bonn
Deutschland

0151 - 24 02 35 81
info@fluechtlingshilfe-bonn.de
www.fluechtlingshilfe-bonn.de